
Gemeinde Cirkulane
Kirche Hl. Katarina
Die heutige Filialkirche der hl. Katarina bei Bela war ursprünglich die Pfarrkirche und Sitz des ersten Vikariats, das in mittelalterlichen Quellen erstmals 1475 erwähnt wird. Aufgrund architektonischer Merkmale datieren Fachleute die ursprüngliche Kirche in das 13. Jahrhundert, in die Übergangszeit von der Romanik zur Gotik. 1532 soll sie von den Türken in Brand gesetzt worden sein, jedoch nicht vollständig zerstört, da sie 13 Jahre später bereits wieder instand gesetzt war. Im 17. Jahrhundert wurde sie eingewölbt und ein Glockenturm angebaut. Bei der Kirche befanden sich auch das Pfarrhaus (bis 1835 aus Holz, danach aus Stein) sowie der alte Friedhof, der 1817 aufgegeben wurde.
1880 wurde die Kirche durch ein starkes Erdbeben schwer beschädigt. Obwohl zunächst eine Renovierung geplant war, waren die Schäden so groß, dass man sie 1926 abtragen musste. An ihrer Stelle errichtete man einen Gesellschaftssaal und die Kapelle der hl. Katarina; von der Kirche blieb nur der Westteil erhalten, d. h. die Sängerempore mit dem Glockenturm. 1916 wurden aus der Kirche zwei kleinere silberne Glocken zu militärischen Zwecken abtransportiert.
Während des Zweiten Weltkriegs nutzten die Deutschen Kapelle und Saal als Lagerraum; die große Glocke wurde zur hl. Elizabeta am Pohorje gebracht. Nach Kriegsende verwendete man den Saal für Spiele, die Kapelle diente als Bühne und Garderoben. 1955 wurden Saal und Kapelle in eine Turnhalle umgebaut, später jedoch aufgegeben. 2005 wurde die Kirche der hl. Katarina im Rahmen eines Denationalisierungsverfahrens der Pfarrei hl. Barbara zurückgegeben, die mit den vorbereitenden Arbeiten für ihre Renovierung begann.