
Gemeinde Kungota
Schloss Svečina
Er steht auf einem sanften Hügel nördlich des Dorfkerns. Das zweigeschossige Gebäude mit rechteckigem Grundriss besitzt an den Ecken vier Türme. Die Fassaden sind nahezu ungegliedert. Größere Fenster im ersten Stock sind von steinernen Rahmen mit Gesimsen eingefasst, kleinere Fenster im zweiten Stock von einfachen Steinrahmen. Die Mittelachse der Ost- und Südfassade wird durch ein massives steinernes Portal mit Rustika-Motiv, Volutengiebel und einer Reihe von Triglyphen unter dem profilierten Sturz betont. Ein gleiches Portal führt vom Hof in die Eingangshalle. Darauf befindet sich eine Tafel mit der Inschrift zum Bau im Jahr 1629: Domus haec priove cuius velustes ruinam minabutur diruta. A gunda mentis extrusta est anno 1629.
Die ursprüngliche Burg, die in einer Urkunde aus dem 12. Jahrhundert erwähnt wird, war im Besitz des Stiftes Seckau aus Judenburg. Sie stand auf einem nahegelegenen Hügel nördlich des heutigen Schlosses. Der Herrensitz wechselte mehrfach die Besitzer, die ihn jeweils umgestalteten. 1935 wurde er zu einer Bildungseinrichtung für die Ausbildung von Hauswirtschafterinnen und Landwirten.
Derzeit werden die Schlossräume als Ausstellungsräume für mehrere besonders wertvolle Dauerausstellungen genutzt (Schätze des Dachbodens, Es war Jugoslawien, Ausstellung der Kunstgruppe „Krila“, Zimmer der Weinköniginnen), die die Besucher begeistern werden. Die Ausstellungen sind im Rahmen verschiedener Veranstaltungen in Svečina geöffnet, können aber auch gerne nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.