
Gemeinde Trnovska vas
Kirche Hl. Bolfenk und Pfarrhaus
Im Jahr 1786 begann man mit dem Bau der Kirche und des Pfarrhauses.
Gebaut wurde sie aus dem Material der Urbanska-Friedhofskapelle des hl. Bolfenk sowie aus der Kapelle des hl. Janez auf dem Gaberniš-Hügel bei Hl. Lovrenc in den Slovenske gorice. Der Bau der Kirche und des Pfarrhauses dauerte gut zwei Jahre, denn am 1. Januar 1790 wurde in der Kirche die erste heilige Messe gefeiert. Anfangs hatte die Kirche nicht das heutige Aussehen – der Glockenturm war niedriger, denn 1885 wurde er erhöht. Die Kirche besaß ursprünglich eine hölzerne, flache Decke, das Gewölbe wurde erst 1880 eingezogen.
Der Hochaltar wurde bei der Fertigstellung der Kirche im Jahr 1790 errichtet. Er hatte einen freistehenden steinernen Altartisch, über dem ein Gemälde des hl. Bolfenk angebracht war, das aus der Friedhofskapelle in diese Kirche gebracht wurde. Der heutige vergoldete Aufbau mit Tabernakel wurde 1880 in der Kirche aufgestellt. Seit 1884 befand sich über dem Altar ein Gemälde des hl. Bolfenk (vom Maler J. Brollo). Dieses wurde 1903 durch eine Statue des hl. Bolfenk ersetzt, gefertigt vom Bildschnitzer Perko aus Sv. Trojica in den Slovenske gorice.
Die Seitenaltäre auf der Männer- und Frauenseite wurden bei der Fertigstellung der Kirche aufgestellt, jedoch nicht in der heutigen Form. Man nimmt an, dass die Altäre zusammen mit dem Baumaterial aus der Urbanska-Friedhofskapelle hierher gebracht wurden.
Der Seitenaltar der Heiligen Familie wurde 1895 umgestaltet und ist der Heiligen Familie geweiht. Die Statuen der Heiligen Familie schuf Bildschnitzer Perko. An den Seiten des Altars stehen Figuren des hl. Frančišek Ksaverski und des hl. Janez Nepomuk, oben der hl. Martin zu Pferd.
Der Seitenaltar auf der Frauenseite hat eine gemauerte Mensa und einen hölzernen Aufbau. Er ist der hl. Lucija geweiht. Davor befindet sich die Statue der Žalostne Matere Božje mit dem toten Jezus im Schoß, an den Seiten die hl. Apolonija und hl. Barbara, darüber die Muttergottes mit dem Kind. Alle diese Figuren wirken sehr alt, der Meister ist unbekannt.
Die Kanzel befindet sich auf der Männerseite am Beginn des Chorraums. Sie ist aus Holz und an der Wand befestigt. Ihr Ursprung ist unbekannt. Die Kanzel ist mit Darstellungen der vier Evangelisten geschmückt. Darüber befindet sich eine Statue des Mose mit den Tafeln der Zehn Gebote.
Die Orgel wurde 1868 in der Kirche aufgestellt, mit 14 Registern. Sie wurde von Adelberd Kafka erbaut, der zwischen 1850 und 1870 in Maribor tätig war.
Der Kreuzweg – Meister und Entstehungszeit sind nicht bekannt.
Die Gemälde hinter dem Hochaltar wurden 1880 von Fontoni aus Konjice geschaffen, die übrigen Malereien im Chorraum 1884 von J. Brollo aus Gemona. Das Schiff wurde später, nämlich 1895, ausgemalt, vom Maler Gornik aus Hl. Peter in Maribor. Die heutige Gestaltung des Chorraums wurde vom Dipl.-Ing. Architekt France Kvaternik entworfen. Die Ausführung der neuen Anordnung mit Zelebrationsaltar, Ambo, Taufbecken, Sedilien, Gabentisch und Tabernakelunterbau erfolgte 1988.
Der Glockenturm stand zeitweise ohne Glocken. Wann die ersten Glocken eingebaut wurden, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich wurden auch zwei Glocken aus der Kapelle des hl. Bolfenk übernommen. Beim Ankauf neuer Glocken im Jahr 1885 wird erwähnt, dass die alten Glocken eingeschmolzen und für die Herstellung von vier neuen Glocken verwendet wurden. Diese wurden im Ersten Weltkrieg eingezogen. 1923 erhielt die Kirche neue Glocken. Da nicht genügend Mittel für Bronzeglocken vorhanden waren, entschied man sich für Stahlglocken.
