Weinberg

Boden

LEICHTE, GUT DURCHLÄSSIGE, NICHT ZU REICHE BÖDEN. IDEAL FÜR WEINREBEN.

Der Boden hat einen erheblichen Einfluss auf den Charakter des Weins. Das Muttergestein in den Weinbergen der Steiermark ist nicht einheitlich. Überwiegend finden sich Mergel und Kalksandsteine, Schiefer, Gneis und Tonalit. Die vielfältige Zusammensetzung des Muttergesteins hebt die Unterschiede zwischen den Weinen der steirischen Unterbezirke hervor, die spürbar sind und deren Entdeckung interessant ist.

Unabhängig vom Muttergestein sind die Böden an den Weinbergslagen überall in der Steiermark tief genug, luftig und gut durchlässig, sodass die Reben hervorragend gedeihen und harmonische Weine mit ausgeprägtem Blumenaroma hervorbringen.

Radgonske gorice
Kulinarisches Abenteuer zwischen den Weinbergen
Klapotetz

Böden können sich innerhalb von nur wenigen Metern auf einem einzelnen Gelände verändern. Dies erschwert die Arbeit des Winzers, ermöglicht jedoch Unterschiede in der Reife und im aromatischen Profil, was zu vielfältigeren und komplexeren Weinen führt. An den Gipfeln der Hügel dominieren meist sandige Böden. Gegen den Hangfuß hin werden die Böden immer schwerer, da der Tonanteil zunimmt.

In der Steiermark wächst die Rebe ausschließlich auf geneigten Böden, die eine Neigung von bis zu 40 % und mehr aufweisen können. Die Böden in flachen Gebieten sind schlecht durchlässig, anfällig für Frühlingsfröste und generell zu nährstoffreich für die traditionell anspruchslose Weinrebe.

In den Hanglagen stellen Erosion und Bodenkreidung Probleme dar. Zur Verhinderung der Erosion und zur Erleichterung der Bearbeitung sind die Weinberge begrünt. Auf den steilsten Hängen, insbesondere in Haloze und Jeruzalem, sind die Weinberge oft auf Terrassen angelegt.